Lärm und Abgase sind die beiden Hauptverursacher von Gesundheitsschäden, die aus dem Betrieb von Flugzeugturbinen hervorgehen.
Der Lärm hat nicht nur schädliche Auswirkungen auf unser Gehör, sondern kann auch eine Reihe weiterer Organe bzw. -systeme im menschlichen Körper schädigen. So sind Auswirkungen von Lärm auf das Herz-Kreislauf-System sowie auf Haut und Immunsystem bekannt. Eine Zusammenfassung aller bisher bekannten Lärm-verursachten Gesundheitsschäden findet sich in einem Bericht eines interdisziplinären Arbeitskreises [544 KB]
, verfaßt für das Umweltbundesamt.
Eine aktuelle Studie der Epi Consult GmbH Bremen belegt zudem auf einer ausführlichen Datenbasis die besonders stark gesundheitsschädigende Wirkung von nächtlichem Fluglärm.
Die aktuellen Erkenntnisse über Gesundheitsschäden durch Fluglärm finden auch zunehmend Niederschlag in der Rechtssprechung; zwei jüngst ergangene Urteile des Bundesverwaltungsgerichtes zum geplanten Ausbau der Flughäfen Schönefeld (16.3.2006) und Leipzig (9.11.2006) legen relativ strenge Maßstäbe an die Gestattung von Nachtflug.
Die Abgase, die bei der Verbrennung von Kerosin in Flugzeugturbinen entstehen, gleichen weitgehend den Abgasen von Dieselmotoren und sind folglich ähnlich stark gesundheitsschädigend wie Dieselabgase ohne Reinigung durch Partikelfilter.
In Flugzeugabgasen findet sich eine ganze Reihe von gesundheitsschädigenden und zum Teil krebserregenden Substanzen; einige seien hier genannt: 1,3-Butadien, Aldehyde, Benzol, Methylenchlorid, Tetrachlorkohlenstoff und Rußpartikel. Alle diese Giftstoffe können bei hoher Flugfrequenz im direkten Umfeld eines Flughafens das Krebsrisiko um das fünffache und das Risiko anderer ernsthafter Erkrankungen sogar um den Faktor 22 erhöhen (Preliminary Risk Evaluation of Mostardi-Platt Park Ridge Project Data Monitoring Adjacent to O'Hare Airport [20 KB]
. Study prepared by ENVIRON International Corporation, Arlington, Virginia, 2000; Project No. 02-8733A).
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